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Erst wenn Schulkinder ganz sicher auf ihrem Weg zur Schule sind, sollten Eltern sie alleine dorthin gehen lassen, empfiehlt die Verkehrswacht im Kreis Warendorf

Eltern sollten Schulweg mit Erstklässlern üben

- veröffentlicht 05.08.2020 Die Glocke -

Wie der Schulbetrieb nach den Sommerferien aussieht, lässt sich aktuell noch nicht genau sagen. !Aber Eltern und Großeltern sollten mit den angehenden Erstklässlern schon jetzt den Schulweg über“, rät Werner Schweck, Geschäftsführer der Verkehrswacht im Kreis Warendorf.

In den Kindergärten werden die Kinder und Eltern in der Regel gut vorbereitet; noch im März hat die Verkehrswacht im Rahmen der Projekts „Sicher zur Schule“ allen Eltern und angehenden Erstklässlern Informationsmaterial für den sicheren Schulweg zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Kommunikationswege allerdings etwas eingeschränkt. „Da viele Kinder mit Eintritt in die Grundschule den Weg dorthin alleine gehen, sollte im Vorfeld geübt werden“, so Werner Schweck, der dazu einige Tipps gibt. Er verweist hierbei auch auf die von der Verkehrswacht bereitgestellten Eltern- und Kinderhefte.

Wichtig sei es, den sichersten Weg zur Schule zu ermitteln. „Schulen besitzen in der Regel einen Schulwegplan, in dem diese Wege verzeichnet sind“, so Schweck. Er rät, den Weg mit den Kindern – am besten wochentags zur selben Uhrzeit wie zu Schulbeginn – mehrmals gemeinsam zu gehen und ihnen dabei das richtige Verhalten zu erklären. Dabei solle besonders darauf hingewiesen werden, dass an einem Zebrastreifen nicht alle Autos halten und bei Toreinfahrten besondere Gefahren bestehen. „Der Bordstein sollte immer als Grenze gesehen werden, an dem das Kind auf jeden Fall stehen bleiben muss“, so der Tipp der Verkehrswacht. Wichtig sei auch, dass das Kin ein Gefühl für die Geschwindigkeit entwickelt; das können durch spielerische Einschätzung gelernt werden. „Gehen Sie auch auf die Gefahr ‚Toter Winkel‘ ein. Erklären Sie Ihren Kind anhand eines stehenden Fahrzeugs, was ‚Toter Winkel‘ bedeutet, und dass der Auto- bzw. Lkw-Fahrer das Kind nicht unbedingt sieht, wenn es neben dem Fahrzeug steht“, so Schweck.

„Nachdem man den Schulweg mehrmals gemeinsam geübt hat, ist es Zeit für einen Rollentausch. Dann sollten sich Eltern oder Großeltern vom Kind führen lassen. Dabei soll es dem Erwachsenen erklären, warum bestimmte Vorsichtsmaßnahmen wichtig sind“, empfiehlt Werner Schweck. Auch wenn das Kind bereits sicher unterwegs ist, sollte man es zu Schulbeginn noch weiter zur Schule begleiten. Erst wenn man ganz sicher ist, dass es das Gelernte beherzigt, sollte es allein zur Schule gehen.

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