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Handy im Unfallwagen spricht Bände

- veröffentlich 17.09.2020 Ahlener Tagesblatt -

In ihrer Aktion „Ablenkung im Straßenverkehr“ wies die Kreispolizei am Mittwoch den ganzen Tag auch in Ahlen darauf hin, dass viele Verkehrsunfälle auf die Nutzung vor allem von Smartphones zurückzuführen sind. Dies betrifft nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer und Fußgänger.

Schon am frühen Morgen standen deshalb Polizeibeamte an der Warendorfer Straße in der Umgebung des Campus St. Michael und der Städtischen Gesamtschule sowie an der Fritz-Winter-Gesamtschule, um Schüler zum Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ zu sensibilisieren. „Ich sehe gerade das Handy in der Handy – das ist keine gute Aktion“, pickte sich Polizeihauptkommissarin Dagmar Hille einen Schöler an der Fritz-Winter-Gesamtschule heraus. Denn auch wer läuft und dabei auf sein Handydisplay schaut, nimmt sein Umfeld nicht mehr richtig wahr. „Multitasking könnten wir als Menschen nicht“, erklärt die Beamtin ergänzend.

Schülerin Melanie Beranek findet den Präventionstag gut: „Das ist schon richtig, vor allem bei den Radfahrern“. Dazu gehört auch, sich nicht mit zwei Stöpseln in den Ohren fortzubewegen.

An der Marienkirche klärte die Polizei an ihrer Mobilen Wache mit der Verkehrswacht des Kreises zum Thema auf.

„Eine der Hauptursache von Unfällen im Straßenverkehr ist Ablenkung“, stellte Andrea Mersch-Schneider, Direktionsleiterin Verkehr, fest.

Es sei bei Unfällen nicht leicht Ablenkung als Unfallursache festzustellen, aber ein Handy im Fußraum eines Fahrzeugs bei der Ermittlung der Unfallursache spräche dann eben auch Bände. Mit dem Präventionstag wolle man deshalb Unfälle mit schweren und schwersten Folgen verhindern.

Eine Folge schilderte Martin Schnafel, Leiter des Verkehrsdienstes: „Wir gehen davon aus, dass 100 Personen um Umfeld betroffen sind, wenn ein Mensch auf der Straße stirbt.“ Denn nicht selten enden solche Unfälle vor dem Baum oder frontal im Gegenverkehr.

Eine SMS kann im verkehr schon zur Gefährdung eines Lebens führen. „Viele Fahrer unterschätzen die Strecke, die man zurücklegt“, betont Andrea Mersch-Schneider.

Bei 100 Stundenkilometern außerorts sind das immerhin stolze 28 Meter pro Sekunde. Was Werner Schweck von der Verkehrswacht dazu veranlasst, eine weitere Zahl zu nennen: „Beim Wählen einer Telefonnummer ist das Unfallrisiko zwölf Mal so hoch“.

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